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Projekte & Publikationen

Das Prinzip des "Bösen"
Ursachen und Motive für kriminelles Verhalten
Herausgeber: Soziale Gerichtshilfe

Wie kommt es dazu, dass scheinbar friedliche und nach außen hin lebensbejahende Menschen zu eiskalten Mördern werden? Kann es sein, dass in uns allen zumindest ein Funken des Potentials zum Gewalttäter steckt, der beim Zusammentreffen äußerer Umstände und Ereignisse irgendwann das Feuer entzündet? Können wir denn alle zu Mördern werden? Es ist ein umfassendes Rätsel, das nie vollständig gelöst werden kann. Aber wir können uns der Antwort bis auf wenige Zentimeter annähern. Glücklicherweise sind Verbrechen dieser Art nicht alltäglich. Gleichsam alltäglich scheint aber die Gegenwart verschiedenster Formen von Kriminalität, die ebenso Angst und Bedrohungsgefühl erzeugen. Auch hier kann man nach Erklärungen fragen, und auch hier kann man einer Antwort oft sehr nahe kommen. Genau dies war der Ansporn, dieses Buch zu schreiben, das eine umfassende Abhandlung über die Kriminologie der Alltagsverbrechen darstellt. Es kann nicht voraussagen, wer von uns zum Täter oder gar zum Mörder wird. Doch es kann zumindest erklären, welche Faktoren dazu beitragen, einen Täter zu schaffen.
Was tun, wenn das eigene Kind plötzlich in Polizeibegleitung nach Hause kommt? Jugendkriminalität ist eines der Themen, mit dem sich das Prinzip des „Bösen“ neben anderen Verbrechts-formen befasst. Es richtet sich somit vor allem an Lehrkräfte und Erziehungs-berechtigte sowie gleichermaßen an Personen, welche Interesse hegen, das Wesen der Kriminalität besser zu verstehen.

Auch Schul-Amokläufe, die häufig durch die Medien geistern, werden nicht ausgelassen. Die Frage ist: Produziert die Zwangs-gemeinschaft Schule letztlich Gewalt? Dieses Problem und dessen Prävention werden ebenso diskutiert. Das Buch des Autors und Kriminologen Daniel Smeritschnig hebt sich durch seine Lesbarkeit von Fachbüchern ab und widmet sich zudem der Beschreibung von Alltagsdelikten wie etwa der häuslichen Gewalt. 12 farbige Grafiken veranschaulichen die Verbrechens-thematik, deren Kapitel mehrheitlich mit Beispielen hinterlegt sind, die einen Blick in die Welt der Individuen ermöglichen, welche die Verbrechen begehen, auch sind alle Kapitel mit einem Fazit ausgestattet. Alles in allem ist das Buch eine gelungene Abhandlung über das „Böse“, in der hohes kriminologisches Fachwissen und leichteste Verständlichkeit genau in der Mitte zusammentreffen.

Bestellungen: ISBN: 978-3-99008-593-6 / Office@prolibris.at / EUR 27,00

Kindheit und Kriminalität – ein Denkanstoß
Herausgeber: Soziale Gerichtshilfe
Autor: Daniel Smeritschnig

Dieses Manuskript ist eine Reaktion auf die 60 eingesendeten Beiträge von Haftinsassen für ein Projekt der Sozialen Gerichtshilfe, in denen sich die Betroffenen schreibend mit ihrer Vergangenheit und ihrem Werdegang auseinandergesetzt und ihr Leben reflektiert haben. In diesen Beiträgen ist immer wieder das Thema der schwierigen Kindheit aufgetaucht. Dies führt zu der häufig diskutierten Frage, wie stark tatsächlich der Einfluss der Kindheitserlebnisse auf das spätere Erwachsenenleben ist und ob eine schwierige Kindheit mit Erfahrungen der Gewalt, der Armut, des sexuellen Missbrauchs usw. zwangsläufig auch zu ähnlichen Handlungen im Sinne von kriminellen Karrieren führt. In diesem Gedankenanstoß werden  die gängigen Sichtweisen und Theorien zu diesem Zusammenhang beleuchtet, wobei die neuesten Ergebnisse die Einsicht nahelegen, dass eine schwierige Kindheit das Risiko von späteren Problemen zwar erhöht, aber nicht zwangsläufig Probleme im Erwachsenenalter mit sich führen muss.

 

 


Entwicklungspsychologie im Kontext der Kriminalität
Herausgeber: Soziale Gerichtshilfe
Autor: Daniel Smeritschnig

Dieser Beitrag versteht sich als ein Versuch, zentrale Aspekte der Entwicklungspsychologie im Kontext der Kriminalität zu beleuchten. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche entwicklungspsychologischen Faktoren dazu beitragen können, dass heranwachsende Menschen im Verlauf ihres Lebens zu abweichendem Verhalten neigen und kriminell werden. Ausgehend vom allgemeinen Konsens, dass die frühe Entwicklung eines Menschen einen maßgeblichen Einfluss auf die Herausbildung seiner Persönlichkeit sowie die späteren Einstellungen und Verhaltensweisen hat, werden die wesentlichen Momente untersucht, die eine kriminelle Karriere begünstigen können.

 

 


Die Grundbedürfnisse des Menschen – der Universalschlüssel zum Verständnis von Kriminalität?
Herausgeber: Soziale Gerichtshilfe
Autor: Daniel Smeritschnig

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Autor dieses Artikels in den Grundbedürfnissen einen wichtigen, wenn nicht sogar den wichtigsten Schlüssel zum Verständnis dafür sieht, warum Menschen kriminell werden. Wer starke Defizite in der Erfüllung seiner körperlichen und emotionalen Grundbedürfnisse erlitten hat und keine angemessenen Strategien kennt, um sie normkonform und unter Berücksichtigung seiner Mitmenschen zu befriedigen, wer zudem nur wenig Selbstkontrolle hat und sich von der unmittelbaren, scheinbar „leichten“ Bedürfnisbefriedigung verleiten lässt, neigt zu sozial abweichendem Verhalten. Dies kann sich im Sinne der Anomietheorie darin äußern, dass zwar die gleichen gesellschaftlich anerkannten Ziele wie Erfolg, Wohlstand, Ansehen usw. verfolgt, diese jedoch mit illegalen Mitteln angestrebt werden. Raub, Mord, Vergewaltigung, Betrug und viele andere Delikte sind, je nach der aktuellen Situation des Betroffenen, die Folge. Oder aber es kommt zur Ablehnung sozial erwünschter Ziele durch Rückzug und Rebellion, indem bspw. Drogen genommen oder extremistische Handlungen vollzogen werden.